Melkonyan



Verwandte gesucht und gefunden

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Treffen mit meiner Cousine Mylena

Der Computer und Facebook hat uns geholfen, die Verwandtschaften, die verloren waren, wieder zusammen zu bringen. Meine Mutter Sirarpi Melkonyan geborene Boghossian erzählte mir immer, dass sie in Äthiopien Verwandten habe. Sie korrespondierte mit ihrem Cousin Aghasi Boghossian bis im Jahre 1936. Ihr Wunsch war es, mich nach Äthiopien zu ihren Verwandten zu schicken. Als  Mussolini in Äthiopien einmarschierte, verlor meine Mutter den Kontakt mit ihrem Cousin Aghasi Boghossian. Alle Bemühungen meiner Mutter waren ergebnislos, meine Mutter hat nicht mehr die Möglichkeit gehabt, mit ihrem Cousin zu korrespondieren. Wir haben die Hoffnung verloren und uns damit abgefunden. Nach dem Tod meines Vaters habe ich meine Mutter zu uns nach Deutschland geholt, um bei uns zu bleiben und mit uns zu leben. Sie konnte aber wegen der Sprachschwierigkeiten und der anderen Lebensart hier nicht lange bleiben. Sie wollte unbedingt wieder zurück in die Türkei, wo sie immer gelebt hatte. Sie wusste aber, dass noch ein Cousin von ihr in Chaville bei Paris lebte. Sie nahm Kontakt mit Harutiun Boghossian auf und fuhr nach Chaville. Harutiun war der jüngste Cousin von ihr, ein Sohn von einem namentlich unbekannten Bruder ihres Vaters, der von Beruf wie sein Vater Schneider war. Dieser Cousin war der einzige von den Verwandten, die vor 1900 aus der Türkei ausgewandert sind, den sie kannte. Krikor, ihr Onkel, ist um 1890 über den Libanon und Djibuti nach Athiopien ausgewandert, und zwei andere Onkel, einer davon der Vater von Harutiun, sind über den Libanon und Marseille nach Paris gegangen. Der eine davon blieb in Marseille. Das war alles, was wir über unsere Verwandten, die vor 1900 ausgewandert sind, wussten. Durch das Internet und meine Home Page wurden wir von dem jüngsten Mitglied der Familie der Boghossianer entdeckt. Diese Entdeckung wurde in Facebook bekannt gemacht und kurz danach bekamen wir von David Lehner eine Mail, dass wir auch miteinander verwandt seien. Die Großmutter von David sei eine Enkelkind von Krikor Boghossian, der mit zwei namentlich unbekannten Brüdern vor 1900 die Türkei verlassen und nach Äthiopien ausgewandert war. Das war wieder eine Überraschung für mich, ich finde Verwandte, von denen ich nichts wusste. Nach telefonischen Gesprächen mit Mylena, meine Cousine, habe ich beschlossen, sie in München zu besuchen. Meine Frau Helga und ich fuhren am Freitag, 13. Juni 2014, nach München. David holte uns am Bahnhof ab und fuhr mit uns zu seiner Großmutter. In den zwei Tagen unseres Aufenthaltes hat David keine Mühe gescheut und sich ganz rührend um uns gekümmert. In dem Vorort von München haben wir uns getroffen und zwei Tage zusammen verbracht. Die Informationen und die Bilder, die ich über die Boghossianer von ihr erhalten habe, waren sehr ausführlich und sehr interessant. Wir haben auch ihre Tochter, Söhne, Enkel und Urenkelkind kennengelernt. Wir alle haben den Samstagabend in dem Lokal Am Nockherberg in München verbracht. Dort haben wir uns näher kennengelernt. Ich bin so froh, dass ich unsere verlorenen Familienmitglieder mütterlicherseits wieder gefunden habe. Schade, dass meine Mutter diese glücklichen Ereignisse nicht mehr erlebt hat. Wir haben in München meine Cousine, ihre Tochter mit ihrem Ehemann, Enkelsohn David (Sohn der Tochter Annemarie) mit seiner Ehefrau Alexandra und Tochter Anastasia, zwei ihrer Söhne, eine Enkeltochter und einen Enkelsohn (Kinder von Sohn Henri) kennengelernt. Am Abreisetag war es selbstverständlich für David, uns vom Hotel wieder zum Bahnhof zu bringen. Ich hoffe, dass wir weiterhin den Kontakt beibehalten. Mein Wunsch ist, dass  meine Kinder mit den gefundenen Verwandten in Kontakt treten und sich kennenlernen. Damit wird auch der Wunsch meiner Mutter erfüllt sein.


 

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