Melkonyan



Istanbul im April 2012

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 Reise nach Istanbul 2012  

Reiseveranstalter                              : Privat mit TUI Ticket Shop
Reisedauer                                          : Von Mittwoch 11. 04. 2012 bis Mittwoch 18. 04. 2012
Reiseziel                                              : Flug nach Istanbul, Atatürk Flughafen. Urlaubsort BÜYÜKADA
Fluggesellschaft                                : Türkisch Airline
Hinflug                 von Düsseldorf    : Am Mittwoch 11. 04. 2012 um 11:40 Uhr, Ankunft in Istanbul um 15:50 Uhr
Rückflug              von Istanbul          : Am Mittwoch 18. 04. 2012 um 15:10 Uhr, Ankunft in Düsseldorf um 17:25 Uhr
Reisende                                              :  Helga und Vahriç
 

Reiseablauf:
 

Helga und ich sind am Mittwochmorgen mit dem Taxi zum Bahnhof und von dort mit dem Zug nach Düsseldorf gefahren. Von Düsseldorf sind wir mit der Türkisch Airline nach Istanbul geflogen und auf dem Atatürk Flughafen gelandet. Kevork hat uns dort abgeholt, und wir drei sind mit einem Taxi zum Anlegeplatz Kabatas gefahren. In Kabatas sind wir in eine Motorboot-Fähre gestiegen und mit 1Stunde und 15Minuten Fahrtdauer, mit Landung auf Heybeliada, nach Büyükada gefahren. Dort sind wir mit unseren Koffern durch die Geschäfts-Strassen nach15 Minuten Weg  zu Kevork’s Haus gekommen. Da Kevork uns den Hausschlüssel schon gegeben hatte, konnten wir sofort ins Haus gehen. Die Wohnung war eiskalt. Wir haben versucht, die Zimmer mit Elektrostrahler und elektrischem Heizkörper zu erwärmen, aber leider war es nicht möglich, in so  kurzer Zeit die Wohnung zu heizen. Wir sind in die Stadt gegangen und haben unsere Bekannten begrüßt, anschließend haben wir gegessen. Danach sind wir nach Hause und ins Bett gegangen. Die ganze Nacht haben wir trotz mehrerer Decken im Bett gefroren, und am nächsten Morgen sind wir zum Prince Hotel gegangen. Da ich mit dem Besitzer bei unserem letzten Besuch den Übernachtungspreis nachgefragt hatte, wusste ich, dass pro Nacht im Oktober 100 türkische Lira zu zahlen sind. An der Rezeption sagte man mir, dass die Übernachtung 200 türkische Lira kostet. Allerdings wären die Übernachtungskosten am Wochenende höher. Da alle Zimmer für das Wochenende vorbestellt waren, müssten wir in eine Suite, die am Wochenende 400 türkische Lira kostet, umziehen. Nach langem Aushandeln rechnete man mir für 6 Übernachtungen 1950 Lira aus, wir haben uns dann auf 1000 Lira geeinigt. Nach dem wir dort gefrühstückt haben, sind wir nach Hause gegangen, haben unsere Koffer genommen und sind mit einer Kutsche zum Hotel gefahren.

Das Hotel steht direkt am Wasser am Anlegeplatz, das Zimmer mit Meeresblick war schön beheizt, und am Nachmittag schien die Sonne herein. Wir haben am ersten Urlaubstag, Donnerstagmorgen mit Ferhan, Sohn von Ferruh, der leider im vergangenen Jahr verstarb, das Grab seines Vaters besucht und sind danach den Weg zwischen den Pinienbäumen in Richtung Khristos Hügel, neben dem  großen Land mit der alten Villa von dem damaligen reichen Armenier Khintiryan gegangen und  haben das im Pinienwald errichtete größte Holzgebäude der Welt, das Waisenhaus für griechische Kinder besucht. Leider konnten wir nicht in das Gebäude hinein, weil der Wächter nicht anwesend war. Nachdem ich einige Bilder gemacht habe, sind wir über den Liebespfad (Asiklar Yolu) zuerst zu der Grundschule, die ich besucht habe, gegangen, und nachdem wir uns mehrere andere Häuser angesehen haben, sind wir zurück in die Stadt gegangen. Gegen Abend sind wir in die griechische Kirche Panaghia, am Kutschenplatz gelegen, gegangen, um unsere Bekannte, Frau Rena, aus Griechenland zu treffen. Wir haben sie getroffen, aber nur sehr kurz. Danach haben wir uns verabschiedet, um uns am nächsten Tag wieder in der anderen griechischen Kirche, Aghia Triadha zu treffen.

Am nächsten Tag, Freitagmorgen, sind wir, nachdem wir gefrühstückt haben, um 11:00 Uhr in die Kirche Aigha Triadha gegangen. Rena und Janet waren auch dort. Da wir nicht stundenlang in der Kirche bleiben wollten, haben wir, nachdem Janet mir gesagt hat, dass sie mich im Hotel besuchen wird, die Kirche verlassen. Helga und ich haben die westliche Seite der Insel besichtigt. Wir sind über die Kadiyoran Caddesi zum Cankaya Oteli und danach auf dem Nizam Caddesi bis zum Haus, in dem meine Eltern gewohnt haben, gegangen. Ganz in der Nähe steht die Villa meiner Taufpatin, und wir haben uns dieses schöne, große Haus, direkt am Wasser gelegen, von außen angesehen.    Natürlich waren wir beide sehr erschöpft, da die Villa an einer sehr abschüssigen Straße am Meer liegt. Anschließend wollten wir dieselbe Strecke nicht mehr zu Fuß zurückgehen, und wir sind mit einer Kutsche zum Anlegeplatz zurückgefahren. Ich muss hier erwähnen, dass die Kutscher nicht mehr so adrett gekleidet sind, wie früheren Zeiten, als ich dort lebte. Den Abend haben wir wie im letzten Urlaub in der Taverne Prinkipo bei Fistik Ahmet verbracht. Die Taverne liegt direkt am Wasser mit Blick auf die asiatische Seite. Am Samstag besuchte uns Kevork  auf der Insel. Wir haben zuerst eine Rundfahrt mit der Kutsche gemacht. Danach gingen wir zu Milto, das berühmteste Restaurant der Insel. Der Besitzer dieses Restaurants war ein griechischer Insulaner. Im Jahre 1972 musste er, wie alle Griechen, die Türkei zwangsweise verlassen. Das Restaurant hat er seinem Mitarbeiter überlassen, und anschließend war er nicht mehr der Besitzer des Restaurants. Jetzt führt dieses Restaurant der Sohn seines ehemaligen Mitarbeiters unter dem Namen Milto und hat alle Griechen, die aus Griechenland kommen, als Gäste in diesem Restaurant. Nachdem Kevork  um 16:00 Uhr die Insel mit der Fähre verlassen hat, wurde es auf der Insel sehr dunkel, und es fing an zu regnen. Wir bekamen einen Regenschirm vom Besitzer des Restaurants und  gingen zur  Taverne PRINKIPO. Dort haben wir unsere Zeit mit Wein und Meze, die einheimischen schönen Vorspeisen, wie immer sehr gut verbracht. Der Regen wurde immer schlimmer, es war ein Unwetter. Trotzdem sind wir gegen 22:00 Uhr zum Hotel gegangen. Als wir dort angekommen sind, war unsere Kleidung bis zu den Knien klatschnass, und das Wasser stand in unseren Schuhen.

Am Sonntagmorgen waren alle unsere Sachen wieder trocken. Am Sonntag war das griechische Osterfest. Helga und ich sind wieder zur Aigha Triadha Kirche gegangen, aber leider haben wir die Griechin, die wir treffen wollten, nicht gesehen und haben enttäuscht die Kirche verlassen. Den Tag haben wir die Insel kreuz und quer besichtigt, auch meinen alten Freund, den Schneider Selahattin Karsan in seiner Werkstatt besucht. Am nächsten Tag, Montag, sind wir mit der Fähre nach Bostanci auf die asiatische Seite gefahren und haben dort Kevork getroffen. Er wartete mit seinem Pkw auf uns. Wir drei sind nach Bahçecik, (alter armenischer Name Bardizag) gefahren. Dieser Ort befindet sich in Izmit Regierungsbezirk  Kirklareli, ca. 100 km von Istanbul entfernt. Wir wollten die alten Gebäude der Armenier, die von Ende des 15. Jahrhunderts bis zu ihrer Deportation 1915 dort gelebt haben, sehen. Leider waren alle Schulgebäude, Kirchen und alle Häuser, die die Armenier in diesem Ort bewohnt hatten, abgerissen, bis auf das Gebäude der Amerikanischen Hochschule, Bithynia High School. Das Hochschulgebäude steht noch wie in alten Zeiten. Neben diesem Gebäude ca. 100 m Entfernung steht noch ein zweigeschossiges Haus, hier wohnte der damalige Schuldirektor der High School. Das Haus wurde renoviert und wird jetzt von türkischen Familien bewohnt. Wir sind noch höher zu dem berühmten „Bagh tschur“, Kaltwasser-Brunnen gefahren. Ich kann mich erinnern, wie meine Mutter von diesem Brunnen erzählt hat. Das Wasser war so kalt, dass sie die Wassermelone für die Abkühlung ins Wasser gelegt haben, und nach kurzer Zeit die Melone durch die Kälte geplatzt ist. Der Brunnen steht noch. Dort wurde ein sehr schönes elegantes Restaurant gebaut. Nachdem wir alle das Wasser genossen hatten, sind wir in das Restaurant gegangen. Dort wurde kein alkoholisches Getränk aber das Wasser vom Brunnen in einem Krug serviert. Es war sehr schön dort zu essen und das berühmte Wasser, mit dem Blick auf Bardizag, und darunter auf die Bucht wo das Meer endet, zu trinken.

Danach sind wir nach Istanbul zurückgefahren und haben meinen 91jährigen Cousin Zaven Sofuyan besucht, und anschließend mit der Fähre nach Büyükada gefahren. Am Dienstag haben wir wieder meine Erinnerungen aufgefrischt und sind die Strassen gegangen, auf denen ich meine Kindheit verbracht habe. Bei diesem Gang trafen wir direkt gegenüber der griechischen Kirche Aghia Triadha auf eine große Gruppe Schülerinnen und Schüler, die von dem Forstbeamten Yüksel Özcan, Leiter des Forstbezirkes, in Pflanzenkunde unterwiesen wurden. Als die Schülerinnen merkten, dass wir aus dem Ausland sind, stürzten sie sich auf uns und jeder wollte ein Foto mit uns machen. Sie waren alle sehr wissbegierig und fragten uns, woher wir kommen. Als sie hörten, dass wir aus Deutschland kommen, waren sie ganz begeistert. Während die Schülerinnen mit meiner Frau Helga Bilder machten, alle wollten auf das Bild, sprach ich mit einigen Kindern, die mich belagerten und sagte ihnen, dass sie versuchen sollen, frei und unabhängig zu leben, sich nicht zu etwas zwingen zu lassen, was nicht ihre Meinung ist. Anscheinend fanden sie das so beeindruckend, dass einige Schülerinnen meine Worte aufgezeichnet haben und mir die Hand küssen wollten. Das ging natürlich nicht, aber es hat mich doch sehr bewegt. Wir haben uns dann von den Kindern verabschiedet und sind in das Büro des Forstbeamten gegangen, um uns mit ihm zu unterhalten. Wir kannten ihn schon von unserem letzten Besuch auf der Insel. Danach sind wir zur Synagoge gegangen, aber leider konnten wir nicht herein gehen, um sie von innen zu besichtigen. Die Synagoge wird nur im Sommer geöffnet. Während unseres Aufenthalts auf Büyükada und Bahcecik habe ich sehr viele Bilder  für meine Home Page gemacht. Am Mittwochmorgen sind wir mit der 10:20 Uhr Fähre nach Kabatas, Europäische Seite von Istanbul gefahren, Kevork wartete auf uns. Dort haben wir uns von ihm verabschiedet und sind  in ein Taxi gestiegen und nach Yesilköy zum Atatürk Flughafen gefahren und wieder mit einem Türkisch Airline Flugzeug nach Düsseldorf geflogen. Von Düsseldorf sind wir mit dem Zug nach Oelde und mit dem Taxi zu unserem Haus gefahren. Einen wunderschönen und kurzen Urlaub haben wir auf der Insel Büyükada (Prinkipo) meinem Geburtsort verbracht.
59302 Oelde, 19.04.2012

Vahric Melkonyan


 

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