Melkonyan



166 Zuchtstoffabgabe 2005

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Zuchtstoffabgabe am 12.06.2005

Am heutigen Tag haben wir unsere Monatsversammlung abgehalten, und anschließend die Zuchtstoffabgabe an unsere Vereinsmitglieder durchgeführt. Nachdem wir unsere Monatsversammlung beendet haben, hat sich Klaus Hüffer bereit erklärt, bei dem Umlarven zu helfen. Neun Imker erschienen heute mit Zuchtrahmen, Weiselbechern oder mit Pflegevolk zum Lehrbienenstand, alle wollten fünf bis zwanzig Larven als Zuchtstoff bekommen.

Die Königinnenaufzucht ist so kompliziert, dass viele Imker sich davor scheuen. Zuerst muss man ein Pflegevolk vorbereiten. Dieses kann man durch einen Sammelbrutableger durch Schröpfen der Wirtschaftsvölker erstellen, oder ein starkes Wirtschaftsvolk dazu benutzen, indem man die Königin sucht und sie mit einer Brutwabe nimmt, die gut mit Bienen besetzt ist. Diese Wabe mit Königin wird mit einer Futterwabe und acht Mittelwänden in einer Zarge untergebracht. Dieser Königin-Ableger wächst während des Sommers zu einem winterfähigen Volk heran.

Dem entweiselten Volk werden nach neun Tagen die Weiselzellen gebrochen und der Zuchtrahmen eingehängt.

Im Bild sehen wir, wie Klaus Hüffer die Larve mit etwas Futtersaft mit dem Umlarvlöffel aus dem Zellenboden genommen hat und in den Weiselbecher legt.

Links im Bild liegen der Zuchtrahmen und daneben die Weiselbecher.

Vor ihm liegt die Wabe mit dem Zuchtstoff in den Zellen.

 

 

Als Zuchtstoffspender wird ein Wirtschaftsvolk ausgesucht, dass bisher nicht negativ aufgefallen ist. Das wichtigste Auswahlkriterium ist Sanftmut.

Eigenschaften der Völker, die mit den jungen Königinnen beweiselt werden, werden auch vom Erbgut der Drohnen bestimmt, die bei der Begattung der Königinnen zum Zuge kommen. Welche das sind, lässt sich bei der Standbegattung nicht vorhersehen.

Der Imkerverein hat als Zuchtstoffspender ein Volk mit einer guten Königin besorgt. Das Geld für dieses Volk wurde uns vom Kreisimkerverein Warendorf-Beckum gespendet

Das Volk steht im Lehrbienenstand und jeder Imker des Kreises Warendorf kann, mit vorheriger Absprache mit dem dafür zuständigen Imker Hermann Knepper, Zuchtstoff bekommen.

Albert Krampe wollte auch Zuchtstoff für seine Bienenvölker bekommen. Klaus Hüffer hat für ihn auch die Umlarv-Arbeiten erledigt.

 

Für das Umlarven wurde dem Zuchtvolk eine Brutwabe, auf der sich viele jüngste, 1 bis 2 Tage alte Arbeiterinnenlarven befinden, entnommen. Nur diese Larven sind geeignet und können von den Ammenbienen des weisel- und brutlosen Pflegevolkes zu guten Königinnenlarven umgepolt werden.

Klaus Hüffer hat sich zugetraut, diese Arbeit zu übernehmen. Für das Umlarven muss man eine ruhige Hand und ein gutes Auge haben. Natürlich müssen die Lichtverhältnisse auch gut sein. Klaus Hüffer weiß, dass die Larven am Rücken weniger empfindlich sind als am Bauch, deshalb schiebt er vorsichtig den Umlarvlöffel hinter die in dem Futtersaft liegende Larve auf den Zellenboden, und nimmt die Larve mit etwas Futtersaft auf dem Löffel liegend auf. Danach setzt er den Löffel auf dem Weiselbecherboden ab und zieht ihn nach hinten weg, so dass die Larve abgestreift wird. Der belarvte Weiselbecher wurde anschließend in den Zuchtrahmen eingesetzt.

Im Bild sehen wir Josef Robben, der mit dem Pflegevolk-Kasten gekommen ist, wie er die Näpfchen mit dem Weiselbecher einzeln heraus nimmt und für das Umlarven an Klaus Hüffer gibt. Danach bekommt er den belarvten Weiselbecher mit den Näpfchen und setzt ihn wieder in die bestimmten Stellen in das Pflegevolk ein.

 

Theo Grosse Coosmann kam auch mit Weiselbecher zum Lehrbienenstand und wollte selber umlarven. Er bekam den Kittel und den Umlarvlöffel und begann mit der Arbeit.

Da die offene Brut sehr empfindlich gegen UV-Strahlen ist, dürfen weder die Zuchtstoffwabe noch der Zuchtrahmen bzw. die Weiselbecher während des Umlarvens der Sonne ausgesetzt werden. Deshalb haben wir auch im Lehrbienenstand einen Platz gesucht, wo uns die Sonne nicht stört, aber gute Lichtverhältnisse sind.

Theo hat schon vor neun Tagen ein Volk entweiselt (die Königin weggenommen), alle Waben mit offener Brut entnommen, nach neun Tagen gezogene Weiselzellen gebrochen, und das Volk als Pflegevolk vorbereitet.

Die Pfropfen mit belarvten Weiselbechern, wie im Bild zu sehen ist, werden in die Zuchtleiste der Zuchtrahmen eingesetzt, und der Zuchtrahmen in die Mitte der oberen Zarge des Pflegevolkes eingehängt.

Theo hat 16 Pfropfen mit Weiselbecher für das Umlarven mitgebracht. Er hat sehr vorsichtig die Umlarv-Arbeiten durchgeführt. Danach hat er die belarvten Weiselbecher eingepackt und ist nach Hause gefahren.

Viel Glück THEO.

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