Melkonyan



Generationen der Bogosyaner bis Ende 3. Generation

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                                                Die Geschichte der Familie Boghossian, Melkonyan, Davidian und Pechdimaldjian

                                                                                              Erste Generation
                                                                                   Khungianos und Mariam Boghossian

Mein Urgroßvater Khungianos Boghossian war verheiratet mit Mariam und lebte in Bardizag bei Izmit Nicomedia. Aus dieser Ehe sind sechs Kinder Hagop, Krikor, Boghos, Levon hervorgegangen. Weitere zwei namentlich unbekannte Söhne sind nach Frankreich ausgewandert.
Nachdem der Russisch-Ottomanische Krieg 1877-1878 durch den Friedensvertrag von Aya Stefanos (San Stefano) heute Yesilköy, beendet war, hat der damalige Deutsche Kanzler Bismarck einen Berliner Kongress, der vom 13.06.-13.07.1878 dauerte, einberufen. Dort wurde der Friedensvertrag von Aya Stefanos zu Gunsten der Ottomanen abgeändert. Danach hat der damalige Sultan, Abdülhamid II. beschlossen, die Armenier in dem Ottomanischen Gebiet zu vernichten. Die in Konstantinopel und in Umgebung lebenden reichen Armenier, die von dem Vorhaben des Sultans erfahren haben, versuchten ihre Heimat frühzeitig zu verlassen. Darunter waren auch die Boghossianer, Melkonianer und die Davidianer, die das Land verlassen haben. Von den Boghossianern lebte nur noch Hagop Boghossian, der verheiratet war und selber drei Töchter hatte, in Bardizag. Im Jahre 1919 wurde eine 13-jährige Nvart Boghossian in dem armenischen Waisenhaus in Izmit untergebracht. In welchem Verhältnis sie zu den obigen Boghossianern stand, ist unbekannt. Hagop Boghossian mit seiner Frau Varsenik und die drei Töchter Araxi, Hamasig und Sirarpi sind, aus welchem Grund ist nicht bekannt, in Bardizag geblieben.

                                                                                             Zweite Generation (Kinder)

1. Krikor Boghossian:

Der Onkel meiner Mutter, der am 17.06.1874 geborene Krikor Boghossian, ist mit seinem jüngsten Bruder Levon und zwei anderen Brüdern, deren Namen nicht bekannt sind, etwa im Jahre 1890 über Marseille und den Libanon nach Djiboudi und von dort mit einer Kamelkaravane nach Addis Abeba / Äthiopien ausgewandert. Die zwei Brüder, die namentlich nicht bekannt sind, blieben in Frankreich, haben die französische Staatsbürgerschaft erhalten und kämpften im ersten Weltkrieg für Frankreich. Einer der Beiden, der Schneider von Beruf war, hat in Paris eine Frau Toumaian geheiratet und bekam zwei Söhne. Ein Sohn hieß Harutiun Boghossian, auch Schneider von Beruf, lebte in der 3 rue Alfred-Fournier, Chaville 92370,  bei Paris. Ihn haben wir im Jahre 1974, als meine Mutter Sirarpi für eine kurze Zeit bei wohnte, besucht und  ihn kennengelernt.  Levon hatte in Addis Abeba sehr große Probleme, die uns nicht bekannt sind, und was aus ihm geworden ist, wissen wir nicht. Krikor heiratete die Äthioperin Bere und aus dieser Ehe ist am 22.06.1900 der Sohn Khatcik hervorgegangen. Krikor wurde durch einen Armenier, von Beruf Juwelier, der die Kronjuwelen für den Kaiser herstellte,  mit dem Kaiser MENELIK II. bekannt gemacht. Durch die Hilfe von Kaiser Menelik wurde Krikor Vertreter der Äthiopischen Regierung, wie ein Handelsvertreter, und er bereiste dadurch die ganze Welt. Inzwischen ist seine Frau entweder verstorben, oder sie haben sich getrennt. Genaueres ist mir nicht bekannt. Im Hause der Familie Savore in Paris lebte eine junge Äthiopierin, die seit ihrem fünften Lebensjahr dort von der Familie aufgenommen war. Als Krikor wieder einmal mit dem Schiff von Frankreich nach Äthiopien fahren wollte, bat Herr Savore ihn, die 20-jährige (geb. 1880) Charlotte, die das erste Mal ihre Heimat Äthiopien besuchen wollte, mitzunehmen. Sie  fuhren zusammen mit dem Schiff nach Äthiopien. Nachdem Charlotte einige Zeit in dem Haus von Krikor gelebt hat,  heirateten sie (der Erzbischof aus Ägypten vollzog die Trauung) und  bekam neun Kinder darunter die Söhne Khosrof, Aghasi, Sahag und Hampartzum und die Töchter Pergrouhi, Elise, Jeanne, Louise und Süzanne. (Reihenfolge der Geburten: Khatcik 22.06.1900, Pergrouhi 15.11.1902, Khosrof 22.04.1904, Aghasi 28.08.1905, Elise 01.09.1907, Jeanne 29.01.1909, Louise 12.05.1910, Sahag 16.07.1911, Hampartzum 18.10.1912, Süzanne 14.03.1914). Die Familie war wohlhabend und baute ein Haus in äthiopischem Stil in Adis Abeba. Krikor war eine sehr strenge und korrekte Person. Sie reisten öfter nach Paris. Nachdem im Jahre 1931 Haile Selassie I. Kaiser wurde, wurden sie mit dem Kaiser Haile Selassie I. auch Freunde. Als Benito Mussolini im Jahre 1936 während des Italienisch-Äthiopischen Krieges in Addis Abeba einmarschierte, haben die zwei Brüder, Aghasi und Khosrof, die Söhne von Krikor Boghossian, den Kaiser durch einen unterirdischen Weg gerettet und nach Britannien in die Freiheit gebracht.
Aghasi war ein Patriot im Untergrund. Er verteilte Munition und Waffen, verkleidet in Frauenkleidern. Er hatte Kontakt mit Patrioten und verließ Addis Abeba des Öfteren, in dem er vorgab, Geschäfte als Jäger zu machen, in Wahrheit aber versteckte er Waffen und verteilte sie an die Patrioten. Die zwei jüngeren Brüder Sahag und Hampartzoum halfen ihm dabei. Die Schwestern assistierten ihrem Bruder beim Verteilen der Waffen, reisten aber später als Flüchtlinge für ein paar Jahre nach Madagaskar. Dafür  erhielten sie die Erlaubnis von Asfaw Woldemicheal, dem eritreischen Gouverneur, der ihnen bei der Flucht half. Ein anderer Bruder, Khatchik, floh aus einem der Gefängnisse, in das die Italiener ihn gesteckt hatten und verstecke sich in einer Stadt namens Harar.
Khosrof – wurde für sieben Jahre nach Italien ins Gefängnis geschickt (während der Besetzung Äthiopiens durch Italien). Khosrof war derjenige, der sowohl mit anderen Kämpfern als auch mit dem Kaiser (Haile Selassie) in den Krieg gezogen ist. Sie sind nach Djibouti gegangen und dann nach Addis zurückgekehrt. Es wird vermutet, dass jemand in der Nachbarschaft den Italienern verraten hat, wo Khosrof lebt. Als die Italiener zu dem Haus kamen, fragten sie „Wer ist derjenige, der mit dem Kaiser in den Krieg gezogen ist?“ und Khosrof antwortete „Das bin ich“. Die Italiener verhafteten ihn, nahmen ihn erst mit nach Eritrea und brachten ihn dann mit dem Schiff nach Italien. Während der sieben Jahre, die er im Gefängnis verbrachte, besuchte ihn der Rest der Familie von Zeit zu Zeit. Erst als die Briten und Kanadier sieben Jahre später einmarschierten, wurden Khosrof und andere äthiopische Häftlinge freigelassen.
Leider war Krikorios zu der Zeit (1940) bereits verstorben. Die Italiener verachteten  die Boghossianer, weil sie zur Zeit der italienischen Besetzung Untergrund-Kämpfer waren.
Haile Selassie I. kehrte im Jahre 1941 nach Addis Abeba / Äthiopien zurück.
Die Boghossianer lebten in Addis Abeba mit gutem Kontakt zu dem Kaiser. Dieses schöne Leben hat bis zu dem großen Putsch im Jahre 1974 angedauert.
Alle, die dem Kaiser nahe standen, wurden mit dem Kaiser zusammen verhaftet und standen unter Arrest. Der Kaiser wurde kurz danach mit einem Kopfkissen erstickt. Meine Verwandten, die Familie Boghossian, haben sich durch die Flucht nach England und Paris/Frankreich gerettet.

2. Boghos Boghossian:

Der andere Onkel von meiner Mutter Sirarpi Boghossian, Boghos Boghossian heiratete Makrouhi Mazlamian. Es wurden zwei Töchter, Dikranouhi undam 07.01.1885 Takouhi Boghossian geboren. Sie alle reisten, wie alle andere Verwandten, zuerst nach Marseille und von dort aus nach Fresno und  Umgebung in Kalifornien. Dikranouhi Boghossian heiratete im Jahre 1902 David Davidian. Aus der Ehe sind fünf Kinder, Caleb geboren am 30.03.1906, Haig, Joshua, und noch zwei Kinder, die Namen unbekannt, hervorgegangen. Caleb Davidian heiratete Fern Elektra Parker und aus der Ehe ist ein Sohn James Lovell Davidian, geboren am 31.08.1944 hervorgegangen. James Lovell heiratete die am 12.04.1944 geborene Marylin Rae Hopkins. Aus dieser Ehe sind zwei Töchter, die im Jahre 1968 geborene Laura und die am 17.03.1971 geborene Janna Lynn Davidian hervorgegangen. Janna heiratete den am 04.03.1973 geborenen Nathan Lusk. Aus dieser Ehe sind vier Kinder, der am 26.02.2002 geborene Jonathan Garet Lusk, der am 26.02.2007 geborene Patrik Evan Lusk und die am 15.01.2009 geborenen Zwillinge Genevieve Alina Lusk und Gwendolyn Rae Lusk, hervorgegangen.

3. Levon Boghossian:

Der andere Onkel meiner Mutter Sirarpi Boghossian, Levon Boghossian, ist mit seinem ältesten Bruder Krikor Boghossian, und zwei anderen Brüdern, deren Namen nicht bekannt sind, etwa im Jahre 1888 über Marseille(die zwei Brüder sind in Marseille geblieben) und den Libanon nach Djiboudi und von dort mit einer Kamelkarawane nach Addis Abeba / Äthiopien ausgewandert. Levon hatte in Adis Abeba sehr große Probleme, die uns nicht bekannt waren, manche sagen eine Liebesgeschichte. Was aus ihm geworden ist, ist mir unbekannt. 

Einige behaupten, dass Levon Selbstmord begangen hat und einige das Gegenteil.

4. und 5. Die namentlich unbekannten zwei Söhne:

Die anderen zwei Onkel meiner Mutter Sirarpi Boghossian sind mit ihren zwei Brüdern Krikor und Levon Boghossian etwa im Jahre 1888 nach Marseille ausgewandert. Während die zwei Brüder Krikor und Levon weiter in den Libanon reisten, blieben die zwei Brüder in Marseille. Sie sollen in Frankreich  die französische Staatsbürgerschaft bekommen und im ersten Weltkrieg für Frankreich gekämpft haben. Einer der Brüder, der von Beruf Schneider war, soll in Paris geheiratet haben und aus der Ehe sollen zwei Söhne, einer davon Harutiun Boghossian, hervorgegangen sein. Harutiun Boghossian lebte in der 3 rue Alfred-Fournier, Chaville 92370  bei Paris. Ihn haben wir im Jahre 1974, als meine Mutter Sirarpi für kurze Zeit bei ihm wohnte, besucht und  ihn kennengelernt.

6. Hagop Boghossian:
Der im Jahre 1860 geborene Hagop Boghossian heiratete, nachdem seine Brüder etwa im Jahre 1888 ihre Heimat Türkei verlassen haben, die im Jahre 1870 geborene Varsenig (Nachname unbekannt) in Bardizag und wohnte weiterhin in seinem Heimatort. Aus dieser Ehe sind drei Töchter hervorgegangen. Araxi wurde im Jahre 1891, Hamasig im Jahre 1896 und Sirarpi im Jahre 1900 geboren. Araxi heiratete den in Bardizag wohnenden Krikor Shamdajian. Aus der Ehe ist am 15.08.1910 die Tochter Sirpuhi in Bardizag hervorgegangen. Hamasig heiratete Harutiun Davidian, auch aus Bardizag.  Krikor Shamdandjian reiste im Jahre 1912 in die USA. Harutiun und Hamasig Davidian reisten ein Jahr nach Krikors Ausreise in die USA nach New York. Die Ausreise von Krikor, Harutiun und Hamasig erfolgte jeweils über Marseille. Krikor arbeitete in der Gegend von Boston als Brückenbauarbeiter. Mit dem gesparten Geld holte er im Jahre 1914 seine Frau und Tochter zu sich in die USA, ebenfalls über Marseille. Hagop Boghossian blieb mit seiner Frau Varsenig und Tochter Sirarpi in Bardizag. Während der Deportation 1915 wurden der Vater Hagop, Mutter Varsenik und Tochter Sirarpi von einer türkischen Familie in deren Haus versteckt, deshalb sind sie nicht wie die Eltern von Harutyun Melkonyan, umgekommen. Nach dem Krieg im Jahre 1919 heirateten Harutyun (mein Vater) und Sirarpi (meine Mutter) und zogen zusammen mit den Eltern von Sirarpi, Hagop und Varsenig Boghossian, nach EDIRNE, ca. 60 km westlich von Istanbul. Dort wurde im Jahre 1921 Vartan, mein Bruder, geboren. Danach zogen sie nach Istanbul in den Stadtteil Pangalti. Dort arbeitete mein Vater als Metzger bei einem Verwandten, Harutyun Mavian, in dessen Fleischerei. Nachdem er einiges Geld für eine selbstständige Tätigkeit gespart hatte, zogen sie auf die Insel BÜYÜKADA (Prinkipo), die größte der Prinzessinseln (Kinaliada (Proti), Burgazada (Antigoni), Heybeliada (Chalki) und Büyükada (Prinkipo)), und Harutyun Melkonyan  wurde Fuhrunternehmer auf Büyükada (Prinkipo). Die Familie Boghossian und Melkonyan lebte bis zu ihrem Tod zusammen auf Büyükada. Hagop Boghossian starb im Jahre 1934, Varsenik Boghossian im Jahre 1964, Harutyun Melkonyan am 09.06. 1973 und Sirarpi Melkonyan, geborene Boghossian, starb am 18.12.1999, alle auf Büyükada, begraben wurden auf Kinaliada Varsenig und Harutyun und Sirarpi in Istanbul auf dem armenischen Friedhof Shishli.

7. Nvart Boghossian:
Nvart Boghossian, Eltern unbekannt, wurde im Jahre 1906 in Bardizag geboren. Die 13jährige Nvart Boghossian wurde im Jahre 1919 in dem armenischen Waisenhaus in Izmit untergebracht. Dies steht in einem Buch über Bardizag Seite 181, dass ein Mädchen mit dem Namen Nvart Boghossian im Jahre 1919 – im Alter von 13 Jahren – in das armenische Waisenhaus in Izmit untergebracht wurde. Es wird vermutet, dass sie die Tochter eines Boghossianer ist, weil in Bardizag nur eine Familie mit dem Namen Boghossian lebte. Wo das Mädchen Nvart geblieben ist, ist unbekannt.

                                                                                                Dritte Generation (Enkelkinder)

I. Die Kinder von Krikorios und Charlotte Boghossian

1. Khatschik Boghossian  (geb. 22.06.1900 gest. 1987 in Addis Abeba)

Khatschik Boghossian ist das erste Kind aus der ersten Ehe des Krikor und Bere Boghossian, geboren am 22.06.1900 in Addis Abeba. Als Benito Mussolini im Jahre 1936 während des Italienisch-Äthiopischen Krieges in Addis Abeba einmarschierte, wurde Khatschik, wie seine anderen Geschwister ein Patriot im Untergrund und kämpfte gegen die Italiener. Er wurde von den Italienern gefangen genommen und ins Gefängnis gesperrt.
Khatschik floh aus dem Italienischen Gefängnis und verstecke sich in einer Stadt namens Harar.  Khatschik heiratete eine Äthiopierin und lebte in London, wo er auch später im Jahre 1987 starb. Aus der Ehe ist ein Sohn, Guy (1930?), hervorgegangen.
 

2. Pergrouhi Boghossian (geb. am 15.11.1902, gest. am 26.04.1980 in Addis Abeba)
Pergrouhi Boghossian, geboren am 15.11.1902 in Addis Abeba, Äthiopien, ist das zweite Kind und geboren als erstes Mädchen aus der zweiten Ehe des Krikor und Charlotte Boghossian. Sie heiratete den am 10.02.1888 in Istanbul geborenen Ardaches Pechdimaldji, Sohn von Stepan Pechdimaldji  in Marseille. Der Ururgroßvater von Ardaches Pechdimaldjian war Sahag Agha Pechdimaldjian aus Kars/Türkei. Er hatte drei Söhne, Dikran, Mike und Stepan. Der jüngste Sohn Stepan war Antiquitätenhändler in Istanbul. Mike war Ottomanischer Konsul in Sofia Bulgarien und lebte mit der Tochter eines Mitarbeiters mit Nachnamen Frankyan im Konsulat. Nach Ableben von Mike hat Frau Frankyan das ganze Vermögen von Mike geerbt und fuhr nach Paris. Dort lebte sie in einem Ort,  wo die reichen Leute lebten, und sie erwähnte niemals den Namen Pechdimaldji. Der 1840 in Kars geborene Dikran, der älterste Sohn, hat die Grundschule Surp Nersesian in Kars absolviert. Er wurde von seinem Vater im Alter von
10 Jahren (1851) nach Sevre geschickt, und dort hat er das Lycèe Mouradian (Gymnasium) besucht. Danach absolvierte er im Jahre 1861 das Louis le Grand Gymnasium und  hat sein Abitur gemacht. Er war Schüler von Gabriel Alvzovki. Danach studierte er bis im Jahr 1867 Medizin an der Sorbonne Universität in Paris und bekam den Doktor-Titel. Nach zwei Jahren, am 19.02.1869, fuhr er zurück nach Istanbul. Er wurde am 15.02.1877 Präsident des Reichsverbandes der Ärzte in Konstantinopel. Die Tätigkeit führte er bis 15.02.1878 aus.  Er wurde im Jahre 1884 der Leibarzt von Sultan Abdülhamid II. Der Sultan änderte im Jahre 1892 seinen Namen von Pechdimaldjian auf Pechdimaldji und verlieh ihm gleichzeitig den Pascha Titel. Er war immer aktiv in ehrenamtliche Tätigkeiten hauptsächlich für seinen Geburtsort Kars und die Schule Nersessian. Er arbeitete mit den Zeitungen in der Türkei und in Russland. Er verstarb am 03.12.1894 und wurde in Sisli auf dem Friedhof in Istanbul begraben. Dr. Dikran Pechdimaldji hat 1880 eine Trilogie über Kinderkrankheiten und -Behandlungen und 1883 ein Buch über Human Vaccination in armenischer Sprache geschrieben. Ardashes Peshtimaldji ist mit 13 Jahren nach Rumänien ausgewandert. Im Jahre 1910 ist er zurück nach Marseille gegangen. Im Jahre 1915 war er in Istanbul und von dort aus im Jahre 1917 ging er nach Äthiopien und dann heiratete er Pergrouhi Boghossian. Ardashes war in Frankreich  konsularisch tätig und bereiste die ganze Welt, er verstarb am 15.12.1953 in Addia Abeba. Aus der Ehe sind sechs Kinder hervorgegangen. Das erste Kind Sybille ist am 13.08.1920 in Addis Abeba, Äthiopien geboren und starb am 15.04.1998 in Addis Abeba. Das zweite Kind Vahag (Stefan) wurde am 31.10.1921 in Addis Abeba geboren und ist am 04.03.1953 im Vietnamkrieg gefallen. Das dritte Kind Mushegh (Michelle) geboren am 17.10.1926, in Addis Abeba, und starb am 03.03.1983 in Addis Abeba. Das vierte Kind Silvi geboren 1928 ist mit Bolieu verheiratet und lebt in Nice, Frankreich. Das fünfte Kind George (Sohrab) geboren am 29.06.1929 lebt in Versailles/Paris. Das sechste Kind Mylena geboren am 14.05.1931, verheiratet 1957 in Addis Abeba mit Gerhard Tietze und lebt in Neubiberg bei München und hat vier Kinder. Anne Marie geboren am 24.07.1958 (verheiratet mit am 15.12.1958 geborenem Eduard Lehner und hat einen Sohn David Raphael geboren am 22.08.1982. David ist mit 09.02.1977 geborene Alexandra verheiratet, und sie haben eine gemeinsame am 31.03.2010 geborene Tochter Anastasia), sowie Karl verheiratet und hat eine Tochter, Henri verheiratet und hat zwei Kinder Vanessa und Pascal) und Paul. 

3. Khosrof Boghossian  (geb. 22.04.1904 in Addis Abeba, gest. 1970 in Addis Abeba)
Khosrof Georgios Boghossian ist das dritte Kind der Familie Krikor und Charlotte Boghossian in Äthiopien. Als die Italiener 1936 in Äthiopien einmarschierten, haben Khosrof und Aghasi den Kaiser durch einen unterirdischen Weg nach Britannien in die Freiheit gebracht und so gerettet.

 Khosrof war derjenige, der sowohl mit anderen Kämpfern als auch mit dem Kaiser (Haile Selassie) in den Krieg gezogen ist. Sie sind nach Djibouti gegangen und dann nach Addis zurückgekehrt. Es wird vermutet, dass als sie zurückgekehrt waren, jemand in der Nachbarschaft Khosrof an die Italiener verraten hat Die Italiener kamen in das Haus, wo Khosrof wohnte, und fragten  „Wer ist derjenige, der mit dem Kaiser in den Krieg gezogen ist?“ Khosrof antwortete „Das bin ich“. Die Italiener haben ihn sofort verhaftet und nahmen ihn erst mit nach Eritrea, anschließend mit dem Schiff nach Italien und dort haben sie ihn verurteilt. Khosrof wurde ins Gefängnis gesteckt. Während Khosrof im Gefängnis saß, hat der Rest der Familie ihn zeitweise dort  besucht. Erst nach sieben Jahren, als die Briten und Kanadier in Italien einmarschierten, wurden Khosrof und andere äthiopische Häftlinge freigelassen. Als Khosrof wieder nach Addis Abeba zurückgekehrt war, hat der Kaiser Haile Selassie ihm den Titel Major verliehen und wollte, dass er das Militär in Äthiopien führt. Khosrof wollte aber nicht mehr beim Militär bleiben, er wollte in seinen Beruf als Tierarzt zurückkehren. Als im Jahre 1942 das PASTÖR-Institut in Addis Abeba gegründet wurde, hat man ihm die Führung der Veterinärabteilung übertragen. Khosrof leitete als Kaisers Veterinär auch schon das Gestüt von Haile Selassie in Addis Abeba. Khosrof war mit Weiziero Tsedale Wolde Tekle verheiratet. Aus dieser Ehe sind zwei Kinder, eine Tochter Aster geb. am 27.03.1935 in Addis Abeba, die in den USA in Manhatten wohnt und den am 22.07.1937 in Addis Abeba geborenen und später als Maler berühmt gewordenen Sohn Alexander Skunder Boghossian. Dieser starb am 04.05.2003 in Washington DC.

 

4. Aghasi Boghossian  (geb. 18.08.1905 in Addis Abeba, gest. 1964 in Addis Abeba)
Aghasi ist am 16.08.1905 als viertes Kind von Krikorios und Charlotte Boghossian in Äthiopien geboren. Er hat Wirtschaft studiert und seinen Beruf in Äthiopien, Frankreich und in England erfolgreich durchgeführt. Aghasi war ein guter Jäger und besaß viele verschiedene Jagdwaffen. All seine Trophäen hängen an den Wänden der Wohnzimmer in dem väterlichen Haus in Addis Abeba. Die Familie Boghossian war in Äthiopien sehr begütert und hatte durch die Freundschaft mit dem Kaiser sehr großen Einfluss. Als die Italiener 1936 in Äthiopien einmarschierten, haben Aghasi und Khosrof den Kaiser durch einen unterirdischen Weg gerettet und nach Britannien in die Freiheit gebracht.

Aghasi war ein Patriot im Untergrund. Er verteilte Munition und Waffen, verkleidet in Frauenkleidern.  Er hatte Kontakt mit Patrioten und verließ Addis Abeba des Öfteren indem er vorgab, Geschäfte als Jäger zu erledigen, eigentlich versteckte er aber Waffen und verteilte sie an die Patrioten. Die zwei jüngeren Brüder Sahag und Hampartzoum halfen ihm dabei. Die anderen Schwestern assistierten ihrem Bruder beim Verteilen der Waffen. Als der Krieg beendet war kehrte Haile Selassie I. im Jahre 1941 nach Addis Abeba / Äthiopien zurück. Die Boghossianer lebten in Addis Abeba mit gutem Kontakt zu dem Kaiser. Dieses schöne Leben hat bis zu dem großen Putsch im Jahre 1974 angedauert.
Alle, die dem Kaiser nahe standen, wurden mit dem Kaiser zusammen verhaftet und standen unter Arrest. Der Kaiser wurde kurz danach mit einem Kopfkissen erstickt. Meine Verwandten, die Familie Boghossian, haben sich durch Flucht nach England und Paris/Frankreich gerettet. Aghasi heiratete und bekam eine Tochter, Cecile, geb. am 25.03.1932 in Addis Abeba. Um den Beruf einen Schneiderin zu erlernen, schickten ihre Eltern sie nach England. Dort lernte sie den Schotten Pipline Ingenieur Peter Mc Lellan, geb. 1931 kennen, und sie heirateten 1956 in Bristol. Sie gind nie wieder zurück nach Addis Abeba. Sie lebt in Wimbledon in England, mit ihrem Mann der dort eine Tankstelle verwaltet. Sie haben drei Kindern, Sohn Hamish geb 1960 in London, Bauträger vom Beruf, verheiratet 2002 mit Rebecca Donaldson geb. 1964 in Kenya, sie haben ein Sohn Aghassi. Sohn Lucian Aghassi geb. 1962 in London, Lehrer und Künstler, verheiratet 1990 mit Ruth Croasdele geb. 1962 in Sussex, und haben drei Söhner, Sam geb. 1990, Callum geb. 1993 und Harry geb. 1995.   Tochter Anna Madeleine geb. 1965, Krankenschwester, verheiratet 1987 mit David Moore, geb. 1962 in Nottinghamshire England. Sie haben vier Kinder und leben in Essex England. Tochter Stephanie geb 1990, verheiratet 2013 mit Christofer Farrant. Tochter Katrine geb 1993, Tochter Isabell geb. 1995 und der Sohn Matthew geb. 2000.
Aghasi war ein guter Jäger. An den Wänden seines Hauses hingen viele Trophäen von den Tieren, die er getötet hat. Er besaß eine Tankstelle und führte diese mit seinem Bruder Hampartzum zusammen. Er war zwei Mal verheiratet. Von der ersten Frau hatte er die Tochter Cecile. Ob seine erste Frau gestorben ist oder sie geschieden wurden, ist mir nicht bekannt. Er fuhr nach Manchester, England, und durch  einen Armenischen Priester lernte er die Armenierin Takuhi, die Laienschauspielerin und geschieden war und keine Kinder hatte, kennen. Sie heirateten und lebten weiterhin in Addis Abeba Äthiopien. Aghasi hatte in Addis Abeba einen sehr guten Freund, der ein Amerikanischer Missionar war. Als der Missionar über England nach Amerika zurückkehren wollte, vertraute Aghasi ihm und gab ihm sein ganzes Vermögen, um es mit nach England zu nehmen. Er sollte das Geld in einer Bank auf Aghasis Namen deponieren. Nachdem der Missionar weg war, hörte Aghasi von ihm und seinem Vermögen nichts mehr. Alle seine Bemühungen, ihn zu finden, waren ergebnislos. Aghasi war sehr traurig und hilflos durch den Verlust seines Vermögens. Eines Tages, nachdem er zu seiner Tankstelle gegangen war, ging Takuhi, seine Frau, zum Einkaufen. Als sie zurück nach Hause kam, fand sie Aghasi, mit einem Revolver neben sich, tot im Zimmer. Er war so verzweifelt, dass er seinem Freund, dem Missionar, sein ganzes Vermögen anvertraut hatte

 

5. Elise Boghossian  (geb. 01.09.1907 in Addis Abeba, gest. Nov. 1999 in Addis Abeba) 
ist das fünftes Kind von Krikor und Charlotte Boghossian, geboren am 01.09.1907 in Addis Abeba Äthiopien. Vater Krikor Boghossian war sehr streng. Die jungen Männer, die sich für seine Töchter interessierten, wurden von dem Vater abgewimmelt. Aus diesem Grund blieben alle Töchter außer Pergrouhi unverheiratet. Ich habe bisher über die vier Töchter von Krikor Boghossian keine Informationen. Ich weiß nur, dass die  Töchter während der Invasion der Italiener durch Mussolini,   ihrem Bruder beim Verteilen der Waffen assistiert haben.

 

6. Jeanne Boghossian (geb. 29.01.1909 in Addis Abeba, gest. Febr. 1994 in Addis Abeba)
ist das sechstes Kind von Krikor und Charlotte Boghossian, geboren in Addis Abeba Äthiopien. Vater Krikor Boghossian war sehr streng. Die jungen Männer die sich für seine Töchter interessierten, wurden von dem Vater abgewimmelt. Aus diesem Grund blieben alle Töchter außer Pergrouhi unverheiratet. Ich habe bisher über die vier Töchter von Krikor Boghossian keine Informationen. Ich weiß nur, dass die  Töchter während der Invasion der Italiener durch den Mussolini  ihrem Bruder beim Verteilen der Waffen assistiert haben.

 

7. Louise Boghossian (geb. 12.05.1910 in Addis Abeba, gest. Febr. 1999 in Addis Abeba)
ist das siebtes Kind von Krikor und Charlotte Boghossian, geboren am 12.05.1910 in Addis Abeba Äthiopien. Vater Krikor Boghossian war sehr streng. Die jungen Männer, die sich für seine Töchter interessierten, wurden von dem Vater abgewimmelt. Aus diesem Grund blieben alle Töchter außer Pergrouhi unverheiratet.
Ich habe bisher über die vier Töchter von Krikor Boghossian keine Informationen. Ich weiß nur, dass die  Töchter während der Invasion der Italiener durch Mussolini ihrem Bruder beim Verteilen der Waffen assistiert haben.

8. Sahag Boghossian (geb. 22.07.1911 in Addis Abeba, gest. 27.08.2009 in Addi Abeba)
Sahag ist am 16.07.1911 als achtes Kind von Krikor und Charlotte Boghossian in Arat Kilo Addis Abeba geboren. Sahag hat nach dem Besuch der Grundschule Tefen Mekonen, und danach von 1918 bis 1920 machte er seine Sekundäre in der Alliance Francaise.
Er war ein Klassenkamerad von Michael Kebede, der später ein berühmter Schriftsteller und Dichter geworden ist. Nach Abschluss der High School ging Sahag nach Frankreich und studierte Rechtswissenschaften in Marseille. Als er wieder nach Addis Abeba  ging, arbeitete er zunächst in einer privaten Anwaltskanzlei, und später gründete er ein Gerberei-Geschäft. Bei der Arbeit in der Gerberei war er energisch, freundlich und sehr erfolgreich.
Sahag Boghossian war mit Kaiser Haile Selassie befreundet und seine Gerberei wurde öfter von Haile Selassi besucht. Seine Liebe zu seinem Vaterland war sehr stark. Während der italienischen Invasion stand er gegen den Feind. Er wurde in Gefangenschaft genommen und eingesperrt. Aus seiner Gefangenschaft konnte er nach Dschibuti fliehen.
Das Militärregime Derg hat die Gerberei und alle seine anderen Unternehmen verstaatlicht.  Trotz aller Schwierigkeiten beschloss Sahag Boghossian in diesem Land zu bleiben, das einzige Land, in dem er sich zu Hause fühlte und als sein Vaterland betrachtete. Sahag  Boghossian war ein Anwalt, Geschäftsmann und Patriot, er war einer der bekanntesten und beliebtesten Person in Addis Abeba. Sahag Boghossian war verheiratet mit Marie Djidedjian, aus der Ehe sind drei Söhne, Krikor, geb. 1942, (hat zwei Kinder) und leben in Belgien, Vahe, geb. 1947, (hat drei Kinder) lebt in Irland und Onnig, geb. 1945 (hat zwei Söhne), hervorgegangen, und leben in Addis Abeba. Sahag starb am 27.08.2009 in Addis Abeba und wurde auf dem armenischen St. Kevork Friedhof in Seba Deredga in Äthiopien beerdigt.

 

9. Hampartzum Boghossian (geb. 18.10.1912 in Addis Abeba, gest. 2003 in Addis Abeba)
Hampartzum ist am 18.10 1912 als neuntes Kind von Krikor und Charlotte Boghossian in Äthiopien geboren. Als die Italiener 1936 in Äthiopien einmarschierten, hat Hampartzum mit seinem Bruder Sahag dem älteren Bruder Aghasi, der als Patrioten im Untergrund gegen die Italiener kämpften, geholfen. Die anderen vier Schwestern assistierten ihren Brüdern beim Verteilen der Waffen. Sie reisten aber später als Flüchtlinge für ein paar Jahre nach Madagaskar. Sie erhielten die Erlaubnis von Asfaw Woldemicheal, dem eritreischen Gouverneur, der ihnen bei der Flucht half. Hampartzum heiratete die Äthiopierin Astede Fantaye, geboren im Jahre 1923 in Addis Abeba. Was aus der Ehe hervorgegangen ist, darf ich hier nicht ausführen.

 

10. Suzanne Boghossian (geb. 14.03.1914 in Addis Abeba, gest. Okt. 1999 in Addis Abeba)
Sousan ist das zehntes Kind, Tochter von Krikor und Charlotte Boghossian, geboren am 14.03,1914 in Addis Abeba Äthiopien. Vater Krikor Boghossian war sehr streng. Die jungen Männer, die sich für seine Töchter interessierten, wurden von dem Vater abgewimmelt. Aus diesem Grund blieben alle Töchter außer Pergrouhi unverheiratet.
Ich habe bisher über Sousan und die drei anderen Töchter von Krikor Boghossian keine Informationen. Ich weiß nur, dass Suzanne während der Invasion der Italiener durch Mussolini mit den anderen drei Schwestern Elize, Jeanne und Louize, ihren Brüdern beim Verteilen der Waffen assistiert haben.

 

II. Die Kinder von Boghos und Makrouhi Boghossian

1. Dikranouhi Boghossian
Dikranouhi Bogossian ist am 07.01.1885 als Tochter der Eheleute Boghos und Makrouhi Boghossian in Bardizag geboren. Sie heiratete im Jahre 1902 David Davidian aus Bardizag.Aus der Ehe sind fünf Kinder Caleb, geboren am 30.03.1906, Haig, Joshua, und noch zwei Kinder, die Namen sind unbekannt, hervorgegangen. Caleb Davidian heiratete Fern Elektra Parker und aus der Ehe ist ein Sohn James Lovell Davidian, geboren am 31.08.1944, hervorgegangen. James Lovell heiratete die am 12.04.1944 geborene Marylin Rae Hopkins. Aus dieser Ehe sind zwei Töchter, die im Jahre 1968 geborene Laura und die am 17.03.1971 geborene Janna Lynn Davidian hervorgegangen. Janna heiratete den am 04.03.1973 geborenen Nathan Lusk. Aus dieser Ehe sind vier Kinder hervorgegangen, am 26.02.201 Jonathan Garet Lusk, am 26.02.2007 Patrik Evan Lusk und am 15.01.2009 Genevieve Alina Lusk und Gwendolyn Rae Lusk.

2. Takouhi Boghossian
Wann und wo Takouhi Boghossian, zweite Tochter der Eheleute Boghos und Makrouhi Boghossian, geboren ist und auch wann und wo gestorben, ist uns bisher unbekannt.

III. Die Kinder von Levon Boghossian
Ob Levon Boghossian verheiratet war und Kinder hatte, ist mir bisher nicht bekannt.

IV. und V.  Die Kinder von den zwei namentlich unbekannten Brüdern in Frankreich

1. Harutiun Boghossian
Harutiun Boghossian, Sohn des namentlich Unbekannten und von Beruf Schneider, lebte in der 3 rue Alfred-Fournier, Chaville 92370,  bei Paris. Ihn haben wir im Jahre 1974, als meine Mutter Sirarpi für kurze Zeit bei ihrem Cousin Harutiun wohnte, besucht und ihn kennengelernt.

2. Namentlich unbekannt
Über diesen Sohn des zweiten namentlich unbekannten Bruder habe ich keine Information erhalten.

VI. Die Kinder von Hagop und Varsenig Boghossian

1. Araxi Boghossian (Shamdandjian)
Die erstgeborene Tochter der Eheleute Hagop und Varsenig Boghossian, geboren im Jahre 1891 in Bardizag, Araxi, heiratete in Bardizag Krikor Shamdajian aus Bardizag. Aus der Ehe ist die am 15.08.1910 geborene Tochter Sirpuhi in Bardizag hervorgegangen. Krikor Shamdandjian reiste im Jahre 1912 mit seiner Frau Araxi und Tochter Sirpuhi nach Marseille. Seine Frau und Tochter blieben für ein Jahr in Marseille. Krikor reiste allein in die USA und arbeitete in der Gegend von Boston als Brückenbauarbeiter. Mit dem gesparten Geld holte er im Jahre 1914 seine Frau Araxi und Tochter Sirpuhi von Marseille Frankreich, die dort warteten, zu sich in die USA. Zuerst haben sie in Yette und danach in Woodlake in Kalifornien gelebt. Aus der Ehe ist am 03.06.1915 in Woodlake der Sohn Albert hervorgegangen, das zweite Kind der Familie. Die Familie ist danach nach Malaga umgezogen, dort wurde am 05.05.1920 das dritte Kind, die Tochter Marjorie geboren. Alle drei Kinder Sirpuhi (genannt Dorothy), Albert und Marjorie haben in Malaga die Fowler High School absolviert. Im Sommer 1930 lernte Sirpuhi (Dorothy) Paul Pootschigian, der in Los Angeles wohnte und in Fresno zu Besuch war kennen. (Die Familie Pootschigian lebte inzwischen in Fresno). Nach zwei Jahren heirateten sie und wohnten in Los Angeles, wo Paul einen Gemüsehandel betrieb. Aus der Ehe sind Ernest, Janice und Ruth hervorgegangen. Am Valentinstag 1949 verstarb Paul Pootchigian durch einen Herzinfarkt.
Albert war nicht verheiratet und hatte einen Weinberg in Madera. Marjorie heiratete Armen Gostanian. Aus dieser Ehe sind zwei Söhne hervorgegangen, Dr. Robert Gostanian, geboren am 18.08.1944, er hat studiert und wurde Augenarzt. Der ledig gebliebene Robert starb im Jahre 2010 in Kalifornien. Sein Bruder Armen Jr. Gostanian, geboren am 31.10.1945, hat studiert und wurde Apotheker. Er heiratete die am 16.01.1947 geborene Apothekerin Mari Loo und lebt in Spring Walley in Kalifornien. Aus der Ehe sind zwei Söhne, der am 10.07.1976 geborene John Paul, der am 17.07.1979 geborene Antoni Armen und die am 23.10.1981 geborene Tochter Marissa Anne hervorgegangen. Araxi verstarb am 22.03.1983 in Fresno und wurde dort beerdigt.

2. Hamasig Boghossian (Davidian)
Die zweitgeborene Tochter der Eheleute Hagop und Varsenig Boghossian, geborenim Jahre 1896 in Bardizag, Hamasig, heiratete in Bardizag Harutiun Davidian aus Bardizag. Das Ehepaar ist 1912 zuerst nach Marseille und von dort nach New York in die USA gefahren. Sie haben in Long Island gewohnt und  im Jahre 1913 ist die Tochter Alice geboren. Womit Harutiun beschäftigt war, ist mir unbekannt. Hamasig starb am 07.07.1988 und die Tochter Alice 1989. Wann Harutiun starb, ist mir auch unbekannt.

3. Sirarpi Boghossian (Melkonyan)
Die dritte Tochter der Eheleute Hagop und Varsenig Boghossian, geboren im Jahre 1900 in Bardizag, Sirarpi, ist, als ihre zwei verheirateten Schwestern, Araxi und Hamasig im Jahre 1912  ausgewandert sind, bei ihren Eltern Hagop und Varsenik Boghossian geblieben. Bei dem Völkermord im Jahre 1915 mussten ihre Eltern ihr Haus und ihre ganze Habe binnen einer Woche verkaufen und zur Zwangsumsiedlung in die Syrische Wüste nach Des Es Zor gehen. Natürlich konnten sie von ihrem Besitz gar nichts verkaufen. Eine bekannte türkische Familie hat die Boghossianer mit einigen Sachen aus der Wohnung der Boghossianer in ihrem Keller versteckt. Dadurch wurden sie vom sicheren Tod gerettet. Im Jahre 1918, nach Beendigung des ersten Weltkriegs, wurde Harutyun Melkonyan, der in den Dardanellen vier Jahre lang als Sanitäts-Soldat gekämpft hatte, entlassen und kehrte nach Bardizag zurück. Als er zu seinem Elternhaus kam, durfte er das Haus nicht betreten, dort wohnten schon die türkischen Übersiedler. Die türkische Familie, die die Familie Boghossian vor dem Tod gerettet hat, half auch meinem Vater. Durch das Kennenlernen in der türkischen Familie haben sich Harutyun und Sirarpi ineinander verliebt. Sie heirateten in Bardizag. Nach der Heirat, konnten sie nicht mehr in dem mit Türken besiedelten Bardizag wohnen bleiben. Da Hagop und Varsenik Boghossian niemanden außer ihrer Tochter hatten, sind sie bei ihrem Schwiegersohn und Tochter geblieben. Sie alle zogen  nach Edirne, wo dort im Jahre 1921 der Sohn Vartan zur Welt kam. Die Familie Melkonyan und Boghosyan zogen nach kurzer Zeit nach Istanbul in den Stadteil Pangalti. Dort lebten einige Familien aus Bardizag, die sich bei der Zwangsumsiedlung durch Umzug nach Istanbul gerettet haben. Zwei Familien hatten eigene Metzgereien auf der Ergenekon Caddesi in Pangalti. Harutyun Melkonyan arbeitete in der Metzgerei bei Hagop und Harutyun Maviyan. Nachdem Harutyun, er hatte vor, selbstständig zu werden, während der Arbeit in der Metzgerei etwas Geld gespart hatte, zog die Großfamilie im Jahre 1925 nach Büyükada, die größte Insel der vier bewohnten Princes Inseln im Marmara Meer. Dort kaufte er einige Pferde, eine Kutsche und kutschierte die reichen Bewohner der Insel. Am 17.Februar 1929 kam Vahriç zur Welt. Vartan besuchte die französische von Nonnen geführte Internat-Grundschule auf Büyükada. Danach hat er in der Konditorei von Harutyun und Ortans die Konditorlehre gemacht, und als er mit der Ausbildung fertig war, hat er in einer von Griechen geführte Konditorei im Stadtzentrum von Istanbul, Beyoglu, als Konditor gearbeitet. Inzwischen heiratete er Lusarpi Jamgotshian aus Bakirköy. Die Familie Jamgotshian war mit der Nonne Lilian, die im französischen Internat als Führungsperson tätig war, verwandt. Sie  kamen jeden Sommer nach Büyükada und wohnten im Gästehaus, das für die Familien der Schüler und Schülerinnen, die in der Schule unterrichtet wurden, zur Verfügung stand. Seit Jahren ist das Internat geschlossen, und es leben noch einige Nonnen in der leerstehenden Schule. Die Familie Jamgotshian hat durch die Nonne Lilian die Familie Melkonyan kennengelernt und dadurch haben Vartan und Lusarpi sich verliebt und geheiratet. Vahriç konnte die französische Schule nicht besuchen, weil die Schule wegen mangelnder Schüler geschlossen war. Er besuchte fünf Jahre die türkische Grundschule auf Büyükada. Als er in der vierten Klasse war, hat seine Mutter ihm nach der Schule jeden Tag armenisch lesen und schreiben beigebracht, damit er das armenische Gymnasium besuchen kann. Vahriç besuchte nach der Grundschule auf Büyükada zwei Jahre das Gymnasium Mhitarian im Istanbuler Stadtteil Pangalti. Wegen des langen Weges nach Pangalti wechselte er das Gymnasium und besuchte das andere armenische Gymnasium Getronagan  in dem Stadtteil Karaköy, welches viel näher war als Mhitarian in Pangalti. Nach zwei Jahren hat Vahriç entschieden, das Gymnasium nicht mehr zu besuchen. Er ist ins Berufsleben eingestiegen, in einer Werkstatt, wo Ventilatoren hergestellt wurden. Nach seinem Wehrdienst und erfolgreichen Boxsportleben hat er die Kristallnacht am 06. und 07. September 1955 miterlebt. Zwei Jahre später ist er nach Deutschland ausgewandert. Dort heiratete er Helga Hinkelmann. Aus der Ehe sind drei Kinder, der am 14.08.1964 geborene Harutyun, die am 28.11.1967 geborene Talin und die am 15.07.1970 geborene Anusch hervorgegangen.

VII. Die Kinder von Nvart Boghossian
Ob Nvart Boghossian nach ihrem Aufenthalt im Waisenhaus in Izmit geheiratet hat und Kinder hatte, ist mir bisher nicht bekannt.


 

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