Melkonyan



In Deutschland

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                                Meine Erinnerungen in Oelde

   

Nachdem ich von der Ventilatorenfabrik Oelde eine positive Antwort bekommen habe, versuchte ich, einen Reisepass zu bekommen. Dies war in der damaligen Zeit ohne Beziehungen nicht möglich. Ein Freund von mir kannte jemanden, der in der Passbehörde tätig war. Er würde mir für 1000 Türkische Lira einen Reisepass besorgen. Nach kurzer Verhandlung haben wir uns auf 800 Türkische Lira geeinigt. Nach dem der Beamte den Reisepass ausgestellt hatte, musste er von dem Vorgesetzten unterschrieben werden. Deshalb hat der Beamte mich auf ein Gespräch mit seinem Vorgesetzten vorbereitet. Ich soll sagen, dass ich der Neffe des Bekannten seines Vorgesetzten (ein armenische Geschäftsmann) bin und die Grüße meines Onkels an den Vorgesetzten überbringe.

Ich bin zusammen mit dem Beamten in das Büro seines Vorgesetzten gegangen und habe ihm die Grüße meines Onkels ausgesprochen. Er hat sich sehr gefreut und nach dem er auch seine Grüße an meinen Onkel ausgedrückt hat, unterschrieb er den Reisepass und händigte ihn mir aus.

 








Bild oben: Vahric, Herr Schneider, indischer Praktikant, Ingeborg Wiegard, Schwiegertochter von Karl Wiegard, Herr Erdhütter, Karl Wiegard sen. und der Landwirt Nordhues.   

Danach habe ich mir sofort mein Flugticket über Paris nach Düsseldorf besorgt und am 08.10.1957 bin ich nach einer Übernachtung bei meinen Bekannten in Paris in Düsseldorf gelandet. Dort wurde ich von meinem Freund Vigen Berksoy, der in Aachen studierte, abgeholt. Ich bin bis zum 14.10.1957 in Aachen geblieben.


Bild oben:
Herr Schneider zwischen den zwei Praktikanten aus Indien (mit Vorname Tatsch, rechts von Schneider), die Bedienung, Hedwig Wiegard, Tochter des Karl Wiegard und der Landwirt Nordhues. Vorne Vahriç und ein Praktikant. Der Internationale Stammtisch ist heute voll besetzt. 

Bild rechts: Herr Schneider, Vahric Melkonyan und Karl Wiegard sen.
Danach fuhr ich mit dem Zug nach Oelde. In Oelde wurde ich von Herrn Rudolf Figgener abgeholt.

Nach dem alle Formalitäten in der Ventilatorenfabrik erledigt waren, wurde ich zum Hotel Mühlenkamp gebracht. Hier wohnte ich bis zu meiner Heirat am 01.Juli 1961.

Als Ausländer aus der Türkei war ich der einzige in Oelde. Außer mir gab es noch einen Studenten aus Indien mit Vorname Tatsch, der bei der Firma Haver und Boecker sein Praktikum machte, und später kam ein Student aus England und einige aus Indien, insgesamt sieben verschiedene Nationalitäten.

Da ich jeden Sonntag ins Cafe Wiegard ging, habe ich dort Herrn Schneider, Oberingenieur bei der Firma Westfalia Separator, kennen gelernt.

Wir haben uns jeden Sonntagmorgen dort an einem Stammtisch getroffen. Wir haben uns die türkische, englische, amerikanische und die indische Fahne besorgt und jeden Sonntag wurden diese auf den Tisch gestellt. 

Herr Schneider, wir haben ihn „Papa Schneider“ genannt, hatte damals auch seine Bekannten mit zu dem Stammtisch eingeladen: Herr Erdhütter war bei der VEW in Münster tätig, wenn er zum Stammtisch kam, sagten wir „es werde Licht“, Herr Karl Wiegard, der Besitzer der Konditorei und der Landwirt Nordhues.  Als die Schwiegertochter von Karl Wiegard uns bedienen wollte, sagte Karl senior, „hier bediene ich“ und bediente uns. Er hat uns zum Beginn des Stammtisches immer mit einem Wacholderschnaps begrüßt.

Danach wurden wir natürlich von der Schwiegertochter oder der Bedienung versorgt.

 

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