Melkonyan



Stammtisch am Sonntag 05.05.2019

Stammtisch am Sonntag 05.05.2019

 

Josef hat mich abgeholt und zum Lehrbienenstand gefahren. Wir haben die Heizlüfter angemacht, die Fenster geöffnet und es uns gemütlich gemacht. Kurz danach kam  eine Person, die ich nicht kenne und setzte sich zu uns. Er ist Jeside aus dem Irak und soll einem Imker beim Schleudern helfen. Anschließend kamen Tobias, Thomas und das Ehepaar aus Rheda. Wir waren insgesamt 7 Personen. Es wurde gesagt, dass heute Morgen einige Imker zur Monatsversammlung gekommen sind. Die Versammlung ist aber am nächsten Sonntag. Während wir den von Josef mitgebrachten Kaffee tranken,  wurde über die Schwärme, über den Honig, das Wetter, über das Rühren und das Erwärmen des Honigs gesprochen. Danach unterhielten wir uns über den Wassergehalt des Honigs. Anschließend wurde der Honig von den Bienenvölkern am Lehrbienenstand mit den Refraktometern gemessen. Es waren zwischen 15% bis 16,5% Wassergehalt. Danach haben die zwei Neu-Imker die neu gekauften eigenen Refraktometer geprüft, ob sie richtig geeicht sind und haben sie dann  richtig eingestellt

Etwa um 18:00 Uhr sind einige Anwesende weggegangen. Josef hat die Völker am Lehrbienenstand einzeln geöffnet und den Honigstand und gleichzeitig die Schwarmstimmung der Völker  geprüft. Danach sind wir nach draußen zum Schaukasten gegangen, und Josef hat ganz oben eine Honigwabe eingesetzt.  Anschließend sind wir nach Hause gefahren.
Als ich zu Hause war, habe ich mich an meine Imkereizeit erinnert. Ich bin in den 70er Jahren einen Sommer lang jeden Samstag mit meinem 14 Jährigen Sohn nach Harsewinkel zu unserem Bienenvater Josef Gottschalk  gefahren und habe bei ihm die praktische Imkerei gelernt. Als Jungimker haben wir zuerst gelernt, dass die Bienen Lebewesen sind. Danach haben wir den Umgang mit den Bienen kennengelernt. Und zum Schluss haben wir gelernt, wie man Honig erntet, schleudert und wie man den Honig vorbereitet,  und ganz zum Schluss den Umgang mit dem Refraktometer. Die Refraktometer zu eichen, damit haben wir uns nach ein paar Jahren, nachdem wir uns als Imker betrachtet haben, beschäftigt.

Anschließend habe ich an die Person gedacht, die auf einen Baum steigen wollte. Sie legte die Leiter an den Baum und wollte, ohne auf die erste Stufe zu treten, sofort auf die 10. Stufe steigen. Natürlich rutschte sie von der Leiter und verletzte sich gewaltig. Jeder Beruf will gelernt werden, man fängt an bei A und endet bei Z. „Kein Meister fällt von Himmel“.

Kein Imker sollte einer Person ein Bienenvolk verkaufen oder schenken, die von der Imkerei keine Ahnung hat. Die Bienen sind zwar kleine Insekten, aber man darf nicht vergessen, dass sie Lebewesen sind. Erst sich als Imker ausbilden und dann Imkern. Aber nicht erst imkern und sich anschließend ausbilden.

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